Projekte

Max Hacker Quartett - "Who The Heck Is Max Hacker?"

Das Projekt dem ich in letzter Zeit wohl am meisten Aufmerksamkeit gewidmet habe, ist meine Band mit Tino Derado (Piano), Paul Imm (Bass) und Heinrich Köbberling (Schlagzeug). Tino und Heinrich kenne ich noch aus meiner Zeit in New York. Als sich mir 2004/2005 der Wunsch aufdrängte, eine eigene CD zu produzieren, mit der ich meine eigene Musik präsentiere, und die genau meinen Vorstellungen entsprechen würde, dachte ich sofort an diese zwei Musiker. Einige Stücke hatte ich bereits geschrieben, andere waren am entstehen, alles schien jedoch wie für diese Band komponiert.

Jede Probe brachte mehr Klarheit darüber, was genau passieren sollte, und als Heinrich und Tino Paul mitbrachten schien der Groschen endgültig gefallen zu sein. Das Kind dieser Beziehung heißt "Who The Heck Is Max Hacker?". Ich konnte mich glücklich schätzen, in dem Freiburger Label "In & Out Records" einen Partner zu finden, dessen Interesse und Engagement die Grundlage für den Erfolg dieser Debut-CD schaffte. Trotz des Überflusses an Quartett-Veröffentlichungen auf dem sowieso schon kleinen Jazz Markt, wurde die CD oft Besprochen und gehört - dieser Zuspruch war für mich sehr wichtig, wie ich erst im Nachhinein gemerkt habe.

Als Frank Kleinschmidt vom In & Out Label anregte, bald eine weitere CD zu Produzieren, war mir klar, daß ich einerseits mit Tino, Heinrich und Paul weiterarbeiten wollten. Auch klar war allerdings, daß ich erstmal keine weitere "klassische" Jazzquartett CD machen wollte. Meinen Wunsch, Elemente der Minimal Music mehr in meinen Kompositionen einzubinden, bestand schon länger, dies wollte ich nun unbedingt umsetzten. Hierzu schien mir eine weitere Klangfarbe nötig, ich überlegte und experimentierte in verschiedene Richtungen und entschied mich für Streichinstrumente. Mit der Violinistin Meta Hüper spiele ich seit Jahren Minimal Music - sie empfahl mir den Cellisten Ulf Borgwardt. Eve Wickert kenne ich seit meiner Schulzeit, sie spielt mittlerwiele Viola im Deutschen Sinfonie Orchester. So hatte ich - zusätzlich zu dem Jazzquartett - genau die Farben, die ich brauchte.

Auf der neuen CD "Deconstructing Max Hacker (with Strings)" sind Jazzkompositionen im "gewohnten" Jazzformat zu hören. Zusätzlich dazu sind darauf dekonstruierte Versionen der Jazzkompositionen, die die ursprüngliche Idee oder Emotion des Stückes von einem anderen kompositorischen Blickwinkel zeigen. Dadurch - und durch die spezielle Instrumentierung - entsteht eine neue emotionale Dimension. Die Stücke haben einen starken Zusammenhang, sodaß die Platte nicht nur als Sammlung einzelner Stücke, sondern in seiner Gänze vestanden und gehört werden kann.


Mothership

Noch ganz neu und spannend ist dieses Quintett. Ich kann wirklich stolz sein, mit diesen Musikern zusammen spielen zu dürfen. Bass und Schlagzeug spielen Lars Gühlcke und Roland Schneider. Dan-Robin Matthies spielt Piano, Fender/Rhodes und Keyboards, und steuert viele Kompositionen bei. Er war es auch, der mich vor etwa einem Jahr ansprach, ob wir nach jahrelangem als-sideman-zusammenspielen nicht einmal eine eigene Band auf die Beine stellen wollen. Wir kennen und schätzen unsere jeweiligen Soloveröffentlicheung sehr (Robin hat eine exzellentes Album mit dem Titel "FAQ" heraus gebracht), und so war ich sofort mit von der Partie. Wir wollten allerdings kein weiteres klassisch besetztes Quartett gründen, sondern mindestens eine weitere, starke Stimme neben dem Saxophon zur Verfügung haben. Mir fiel der Gitarrist Benedikt Reidenbach ein, mit dem ich schon des öfteren gespielt hatte, und dessen moderner Sound auf der Gitarre mir schon immer sehr gefallen hatte. Er und der Umstand, das Robin nicht nur Klavier, sondern vor allem elektronisch verstärkte Instrumente spielt - Wurlitzer & Fender Rhodes z.B. - geben dem ganzen eine zeitgenössische Durchschlagskraft.


The Way Out

Der Name steht für die Suche nach einem Ausweg aus den Zwängen, die das Spielen in einer „typischen“ Jazzformation mit sich bringen kann. Einerseits "fehlt" das Klavier, andererseits ist es so, daß gerade ohne Harmonieinstrument die harmonischen Möglichkeiten weiter ausgelotet werden können. Auf das Trio reduziert rückt man näher zusammen, räumlich und ideell, sind die Komunikationswege kürzer und der Ausdruck spontaner. Der Anteil an Improvisation ist in dieser Besetzung aus Saxophon, Kontrabaß und Schlagzeug sehr hoch, jedes Konzert hat das Potential sich in eine neue Richtung zu entwickeln.


Redux Orchestra

Unter der Leitung des Dirigenten und Komponisten Ari Benjamin Meyers existiert dieses Ensemble seit 2001. Einzig und allein Minimal Music von Komponisten wie Terry Riley, Philip Glass oder Steve Reich stehen auf unserem Programm. Die Philip Glass Oper "Einstein On The Beach" wurde 2001 und 2005 aufgeführt, desweiteren fanden Konzertreihen in den berliner Clubs "Cookies" und "Watergate" statt. Die Besetzung richtet sich zwar immer etwas nach den Anforderungen der Kompositionen, aber fast immer sind Holzbläser (hier spiele ich alles von Piccolofllöte bis Baßklarinette), Orgeln sowie in manchen Fällen Blechbläser und Streicher oder eine Rhythm Section dabei. War mir die Musik anfangs ein wenig fremd, so entwickele ich mich zunehmend zu einem "Minimal-Junkie".
Die im Jahre 2006 entstandene CD "Symphony X" wartet noch auf ihre Veröffentlichung.
Weitere Informationen unter www.clubredux.de